Tool für Datenrettung

Photorec unter Sudo

Ich habe vor kurzem eine wichtige Datei leider versehentlich durch einen Syncfehler gelöscht. So etwas kommt auch bei gute strukturierten Admins vor. Nun habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem vernünftigen Datenrettungstool für mein Manjaro Linux. Ich habe Einiges gefunden und viel getestet. Allerdings kann ich Euch nur ein Tool empfehlen welches vernünftig und mit gutem Ergebnis läuft.

Der Name: „Photorec“

Etwas ungewöhnlich da man hier ein Bildrettungstool vermutet. Das ist genau richtig, allerding kann die aktuelle Version sehr viel mehr.

Also im Paketmanager nach Testdisk bzw. Photorec suchen:

Wichtig ist hierbei: Tool muss als Root gestartet wird.

Also # su in die Konsole eingeben, Passwort und dann „Photorec“ und Enter.
Das Tool funktioniert per Pfeiltaste, Tabulator und Entertaste.

Sobald man den Ordner ausgewählt hat wo die Daten hin sollen, einfach Enter drücken und das Tool beginnt die gesamte Festplatte abzusuchen. Dauert bis zu einigen Stunden je nach Größe der Festplatte. Dannach sollte man per # find Befehl den Sicherungsordner nach der Dateikennung absuchen, da alle gefundenen Dateien nun mit Nummern im Namen versehen sind. Ich habe meine „.kdbx“ Datei dann ganz einfach gefunden.

Hier ein gutes Video dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=7xeti_eC_a4

Wer Verbesserungen oder Schreibfehler für diesen Beitrag gefunde hat einfach dann hinzupacken. Danke
Gruss Ingo Heinrichs

Nummernblock dauerhaft anschalten

Viele kennen das Problem unter Manjaro, der Nummernblock ist nach einem Neustart oder generell nicht angeschaltet. In manchen Situationen ist das wohl auch so gewünscht, aber ich finde es nicht gut, da man nicht daran denkt den immer wieder anzuschalten.

Hier die einfache Lösung:

Per Shell oder Paketmanager die Software „numlockx“ nachinstallieren.

sudo pacman -S numlockx

Dann im Autostart einfach einen neuen Eintrag machen wie auf den Bildern:

Nach dem nächsten Neustart ist der Nummernblock dauerhaft angeschaltet. Wenn das nicht mehr erwünscht wird, einfach aus dem Autostart wieder entfernen.

Rechts das Minuszeichen verwenden. Vorsicht wird ohne Nachfragen entfernt.

Gruss Ingo

Pacman Paketprobleme lösen

Paketinstallationsprobleme auf der Bash…

Das ist der Befehl welchen ich in der Shell benutze, um Updates einzuspielen:

user@pc:~# sudo pacman -Scc && sudo pacman-mirrors -f5 && sudo pacman -Syyuu
"Fehler: Konnte den Vorgang nicht durchführen (Ungültiges oder beschädigtes Paket (PGP-Signatur))
Fehler sind aufgetreten, keine Pakete wurden aktualisiert."

Fehlerbild anbei als Textdatei

Lösung, welche bei mir geholfen hat:

Beachte, immer ein Befehl nach dem anderen eingeben und arbeiten lassen.

sudo pacman -Sy archlinux-keyring manjaro-keyring
sudo pacman-key --populate archlinux manjaro
sudo pacman-key --refresh-keys
sudo pacman -Syu

Wir bauen gerade noch an einem Scrip für die Automatisierung dieses Themas. Wird in naher Zukunft hier auf der Webseite zu finden sein.

Gruss Ingo

Festplatte dauerhaft beim starten mounten

Wie oft sind im Rechner mehr als eine Festplatte verbaut und man möchte diese beim Systemstart schon gemountet haben.

Zunächst muss man das USB Gerät finden.
Dazu wird auf der Konsole „dmesg –follow“ gestartet.

Dann wird der Stick eingesteckt

user@rechner:/$ dmesg --follow

[28216.353619] usb 3-3: new high-speed USB device number 23 using xhci_hcd
[28216.506694] usb 3-3: New USB device found, idVendor=18a5, idProduct=0302, bcdDevice= 1.00
[28216.506698] usb 3-3: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
[28216.506701] usb 3-3: Product: STORE N GO
[28216.506703] usb 3-3: Manufacturer: Verbatim
[28216.506705] usb 3-3: SerialNumber: 07B41E096F83504F
[28216.508386] usb-storage 3-3:1.0: USB Mass Storage device detected
[28216.508597] scsi host6: usb-storage 3-3:1.0
[28217.536395] scsi 6:0:0:0: Direct-Access     Verbatim STORE N GO       5.00 PQ: 0 ANSI: 0 CCS
[28217.536982] sd 6:0:0:0: Attached scsi generic sg2 type 0
[28218.614026] sd 6:0:0:0: [sdb] 7831552 512-byte logical blocks: (4.01 GB/3.73 GiB)
[28218.614906] sd 6:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
[28218.614908] sd 6:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 23 00 00 00
[28218.615791] sd 6:0:0:0: [sdb] No Caching mode page found
[28218.615796] sd 6:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
[28218.658422]  sdb: sdb1
[28218.663397] sd 6:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk

Hier werden verschiedene Dinge angezeigt. Hersteller, Produkt, Seriennummer und anderes. Das Gerät wird über „sdb1“ angesprochen

Ein anderer Weg geht über „lsblk“

user@rechner:/$ lsblk
NAME                  MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE  MOUNTPOINT
sda                     8:0    0   477G  0 disk  
├─sda1                  8:1    0   731M  0 part  /boot
├─sda2                  8:2    0     1K  0 part  
└─sda5                  8:5    0 476,2G  0 part  
  └─sda5_crypt        253:0    0 476,2G  0 crypt 
    ├─vgubuntu-root   253:1    0 475,2G  0 lvm   /
    └─vgubuntu-swap_1 253:2    0   976M  0 lvm   [SWAP]
sdb                     8:16   1   3,8G  0 disk  
└─sdb1                  8:17   1   3,8G  0 part  /mnt
sr0                    11:0    1  1024M  0 rom   

Mit diesen Informationen können wir uns den Stick schon einmal ins Dateisystem einhängen.

root@rechner:/$ mount /dev/sdb1 /mnt

Jetzt machen wir uns den mount-Befehl zu nutze.

user@rechner:/$ mount | grep sdb1

/dev/sdb1 on /mnt type vfat (rw,relatime,fmask=0022,dmask=0022,codepage=437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,errors=remount-ro)

Diese Zeile kann man jetzt (fast ungeändert) in die Datei „/etc/fstab“ eintragen.

root@rchner:/$ vim /etc/fstab

/dev/sdb1 /mnt vfat    rw,relatime,fmask=0022,dmask=0022,codepage=437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,errors=remount-ro 0  0

Das ganze kann man jetzt noch ein bisschen einkürzen

root@rechner:/$ /dev/sdb1 /mnt vfat defaults 0 0

Und schon wird die (USB-)Festplatte bei jedem Start automatisch eingehangen.

Netzwerkfreigaben

Bei Netzwerkfreigaben ist das selbe Prinzip. Freigabe finden, mounten und in fstab eintragen.

Um auf eine Freigabe im NAS zugreifen zu können, benötigen wird das Paket „cifs-utils“. Dieses Paket kann überall ein bisschen anders heißen. Sucht in eurem Paketmanager mal nach „cifs“

root@rechner:/$ aptitude install smbclient cifs-utils

Jetzt kann man sich die Freigaben auf einem NAS anzeigen lassen. Wichtig ist hier, dass man den Benutzernamen und das Passwort des NAS angiebt.

root@rechner:/$ smbclient -U <Nutzername> -L <IP-Adresse NAS>
Enter WORKGROUP\patrick's password: 

	Sharename       Type      Comment
	---------       ----      -------
	fuer_alle       Disk      FTP-Freigabe
	downloads       Disk      Downloads
	Scanner         Disk      Scanner
	print$          Disk      Printer Drivers
	IPC$            IPC       IPC Service (Samba 4.9.5-Debian)

Ab jetzt kann man den mount-Befehl nutzen, um die Freigabe einzubinden.
Vorsicht: Hier werden Slash’s („/“) statt Backslash’s („\“)verwendet

root@rechner:/$ mount.cifs //<NAS-IP-Adresse/<Freigabe> /mnt

Ab jetzt kann man wie oben beschrieben den Eintrag dauerhaft in die „/etc/fstab“ eintragen.

VirtualBox: Gasterweiterung unter Linux Mint 19.3

Wenn man Linux Mint erst mal testen möchte, empfiehlt es sich, eine virtuelle Maschine dafür zu nutzen.
Dabei ergab sich das Problem, dass man nicht per Drag’n’Drop Dateien vom Windows-Host auf den Linux-Gast verschieben konnte und umgekehrt.

  • Zunächst sollte man Linux Mint in der virtuellen Umgebung (hier VirtualBox) installieren
  • Dann muss man unter „VirtualBox“ – „Geräte“ – „Gasterweiterung einlegen …“
    • es erscheint in Linux Mint der Hinweis, dass Fremdsoftware das systemzerstören kann.
  • Dies Warnung ignorieren und trotzdem ausführen.
  • Die Konsole sollte sich öffnen und den Installationsfortschritt anzeigen
  • Dann muss man nur noch die Funktionalitäten aktivieren
    • „VirtualBox“ – „Eingabe“ – „Gemeinsame Zwischenablage“ – „Bidirektional“
    • „VirtualBox“ – „Eingabe“ – „Drag and Drop“ – „Bidirektional“
  • reboot

Und schon sind wir fertig.
So schnell und einfach lässt sich das Drag’n’Drop via VirtualBox aktivieren.

Thunderbird von Windows nach Linux umziehen

Thunderbird ist wohl der Standard-Mail-Client unter Linux.
Wer ihn schon unter Windows genutzt hat, kann ihn einfach zu Linux migrieren.
Da dies bei einigen Usern zu Problemen geführt hat, gibt es hier einige Tipps und Kniffe.

  • Zunächst muss man das Thunderbird Profil unter C:\Users\<User>\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\????????.default packen.
  • Dann dieses Archiv vom Windows-Rechner auf den Linux-Rechner transferieren.
    Dies kann man mit kostenlosen tools wie etwas WinSCP machen
  • Anschließend das Archiv auf den Linux-Rechner in das Verzeichnis /home/<user>/.thunderbird entpacken
  • in der Datei profiles.ini unter [Profile0] die Variable Path auf das entpackte Verzeichnis setzen (also /home/<user>/.thunderbird/????????.default)
  • Jetzt muss man einmalig Thunderbird in der Konsole aufrufen, um das Profile-Verzeichnis zu migrieren
    cd ~/.thunderbird/
    thunderbird -P –allow-downgrade
  • Sollte Thunderbird nach Passwörtern fragen, muss man im Profilverzeichnis die Datei pkcs11.txt umbenennen.

Und das war es auch schon.
Viel Spaß mit eurem Thunderbird auf Linux.

P.S. Diese Anleitung funktioniert natürlich auch für den Mozilla Firefox